Unsere Öffnungszeiten:

Während der Bürozeiten,
nur nach Vereinbarung
( 05175/5738
Mo.-Do. 10.00-15.30
Fr. 12.30-15.30

Ein Sommernachmittag am Antikriegshaus

Leider ist unsere Seite z.Zt. nur eingeschränkt verfügbar. Wir bitten um Entschuldigung!

Bitte den Navigationsbutton im Browser und das Navigationsmenü verwenden. 

  Veranstaltungskalender    Frieden lernen und erleben     Das Geschichtsfeld  
Seminarhaus   Übersicht    
 Belegungsplan   
  Ortsgeschichte Informationen und Termine
Newsletter September


AGDF: Für neue Bundesregierung muss Frieden, Gerechtigkeit und
nachhaltige Entwicklung Priorität haben

Millionen Menschen sind in der Welt auf der Flucht vor Krieg und Not, die Zahl der Konflikte und Kriege nimmt zu, Afghanistan befindet sich in einer schwierigen Lage, weltweit wird hochgerüstet, Atomwaffen werden modernisiert. Auch die Spannungen zwischen den Weltmächten verschärfen sich, während die Vereinten Nationen schwächer werden. Die Corona-Pandemie hat die wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit verstärkt, Hass und Populismus gewinnen an Einfluss, die Bemühungen zur Bewältigung der Klimakrise sind unzureichend. Angesichts dieser dramatischen Veränderungen in der Welt fordert die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) von der künftigen Bundesregierung die Entwicklung von Alternativen.


Heute: Multireligiöses Gebet und Klimastreik

In zahlreichen Religionen wird dem Menschen eine besondere Rolle in der Welt zugeschrieben, eine Aufgabe, die Welt zu bewahren und ihr Gleichgewicht zu erhalten. Was geschieht, wenn dieses Gleichgewicht zu kippen beginnt, haben die Flutkatastrophe und andere Naturereignisse schmerzlich vor Augen geführt. Dennoch sind die Staaten der Welt immer noch weit davon entfernt, das im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarte Ziel, die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, zu erreichen. Stattdessen werden die Prognosen der Klimaforscher immer düsterer.

Die Bewegung Fridays for Future engagiert sich für die konsequente Umsetzung vereinbarter Umweltschutzmaßnahmen und dafür, ein Umdenken in der Bevölkerung zu befördern. Am 24. September findet erneut ein globaler Klimastreik statt. In Hannover wird die zentrale Kundgebung ab 14:30 Uhr auf dem Opernplatz stattfinden.

Auch aus den Religionen finden sich immer mehr Akteur*innen zusammen, die ihren Teil zum Klimaschutz beitragen wollen und die globale Bewegung unterstützen. Die Christians for Future und der Rat der Religionen laden in diesem Sinne heute ab 13:45 Uhr zu einem multireligiösen Gebet in die Aegidienruine ein. Im Anschluss daran können die Teilnehmenden sich der zentralen Veranstaltung auf dem Opernplatz anschließen.

Gerne können Sie selbstgestaltete Plakate, Transparente oder Pappschilder mitbringen. Bitte beachten Sie während der Veranstaltung die gelten Abstandsregelungen und die Maskenpflicht.

 


Der neue für den September ist online 

Aus gegebenem Anlass mir dem Schwerpunkt "Wahlen"


Lesung mit Jürgen Gückel am Sonntag, 5. September um 16 Uhr 

 Am Sonntag, 5. September um 16 Uhr stellt der renommierte Peiner Journalist Jürgen Gückel im Antikriegshaus Sievershausen sein neues Buch „Heimkehr eines Ausschwitz-Kommandanten“ vor.

Zum Beitrag Lesung mit Jürgen Gückel


AGDF: Solidarität entgrenzen


Das Berlin Guitar Ensemble live und (vielleicht) luftig am 29.8. in Sievershausen

 


Gemeinsame Erklärung zur akuten Notlage der afghanischen Bevölkerung

von


Das Internationale Workcamp 2021 in Sievershausen ist zu Ende

Nach zwei intensiven Wochen ist das diesjährige Workcamp von ICJA und dem Antikriegshaus Sievershausen am 15. August zu Ende gegangen. Die Teilnehmenden aus 6 Ländern sind auf dem Weg zurück in ihre Heimat. Pandemiebedingt fiel alles in diesem Jahr etwas kleiner aus: Die Möglichkeit zur Teilnahme war auf europäische Länder beschränkt, der Familienabend mit Besuch bei Menschen im Dorf fiel kleiner aus, und auch der Abend der Begegnung war ein kleineres Event als in den vergangenen Jahren. Nicht beeinträchtigt war die Qualität, sowohl was die Begegnung der Teilnehmenden untereinander als auch die kreative, theoretische und praktische Arbeit betraf. Alle selbst gesetzten Ziele konnten erreicht werden: Die Auseinandersetzung mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der UN drückt sich in zwei beeindruckenden künstlerischen Arbeiten aus:

 

Im Theorieteil konnten die Schulung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung mit Maik Bischoff und die Exkursion zur Gedenkstätte Bergen-Belsen mit Moritz Thies wie geplant durchgeführt werden. 

Im praktischen Bereich wurden Holzarbeiten zur Vervollständigung vorangegangener Workcamps durchgeführt. Die Streuobstwiese, die von der Gruppe des Jahres 2017 angelegt worden war, erhielt eine Infotafel und wurde um eine 'Wildbienen-Vervielfältigungsmöglichkeit' erweitert, und die Schachfiguren des Jahres 2019 können nun bei Gebrauch von zwei praktischen Palettensitzmöbeln aus betrachtet werden. 

Wir danken Vanessa, Clara, Emma, Eugenia, Janne, Nora und Yassine für ihren Einsatz, den beiden letztgenannten darüber hinaus für ihre gute Arbeit als Teamende und würden uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freuen!

 
 

 

OBEN

START

 


AGDF fordert sofortigen Stopp aller Abschiebungen nach Afghanistan

Gemeinsam mit anderen Organisationen hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die Bundesregierung aufgefordert, die Abschiebungen nach Afghanistan zu stoppen. „Aufgrund des langjährigen militärischen Mitwirkens am Krieg in Afghanistan trägt Deutschland eine besondere Verantwortung für das Land“, so Jan Gildemeister. „Viele Menschen flüchteten vor Krieg, Menschenrechtsverletzungen, Armut und Perspektivlosigkeit“, so der AGDF-Geschäftsführer. Doch trotz dieser katastrophalen Situation in Afghanistan würden weiterhin Geflüchtete abgeschoben und damit einer Lebensgefahr ausgesetzt. 

Der Text des gemeinsamen Aufrufs zum Abschiebungsstopp


Der Newsletter für den August


Die Teilnehmenden des Internationalen Workcamps zeigen Flagge

Workcamp zeigt Flagge für UNITED4RESCUE


Das Internationale Workcamp findet in diesem Jahr statt

Nachdem im Frühjahr der Plan gefasst wurde, das Internationale Workcamp nicht, wie im vergangenen Jahr ausfallen zu lassen, hat es doch bis zum Ende der letzten Juli- Woche gedauert, bis es Gewissheit werden konnte: Das Workcamp 2021 findet statt. Die wechselnden Ein- und Ausreisebestimmungen und steigende Inzidenzen im Großraum haben es bis zuletzt spannend gemacht - am Mittwoch bestand Hoffnung auf lediglich vier Teilnehmende, am Ende kamen aber noch ausreichend Geimpfte und Genesene hinzu, um mit Teilnehmenden aus Italien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Deutschland in die ersten 2 Augustwochen zu gehen. Die Ausschreibung war pandemiebedingt in diesem Jahr auf Europa beschränkt worden. Mit mehrfachen Tests vor Ort soll ein hohes Maß an Sicherheit vor Infektionen gewährleistet werden.

Das Programm umfasst, wie in der Vergangenheit, die Bereiche Theorie, Kreativität und Handwerk, außerdem gibt es wieder eine Lektion in gewaltfreier Konfliktbearbeitung. Im kreativen wollen sich die Teilnehmenden mit den Strategischen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen auseinandersetzen, auch ein Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen steht auf dem Programm, dieses Mal unter der Leitung von Moritz Thies, Mitarbeiter des Anne-Frank-Hauses in Oldau, das wie das Antikriegshaus ein Friedensort der hannoverschen Landeskirche ist.

Das Workcamp ist für das Friedenszentrum auch ein Versuch, einen Schritt zurück in Richtung ‚Normalität‘ zu gehen. Dazu gehören auch die Begegnungen der Teilnehmenden mit Menschen aus der Region beim Familienabend am 5. August und beim Abend der Begegnung in der darauffolgenden Woche am 12. August um 18:30. Das Workcamp endet am Sonntag, 15. August.

Weitere Informationen können im Büro des Antikriegshauses unter der Telefon-Nr. 05175/5738 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfragt werden.

 


Friedenszentrum Braunschweig am 15. Juli: Wege zu einer Kultur des Friedens

Krise oder Untergang - zur aktuellen Innen- und Außenpolitik der Türkei


Veranstaltungshinweis aus dem Friedensbüro Hannover für den 15. Juli im FZH Linden

Das deutsch-russische Verhältnis in der jüngeren Geschichte und die Konsequenzen für die aktuelle Politik

 

Der neue Newsletter des Antikriegshauses für den Monat Juli 2021


Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

Der aktuelle Newsletter AK Gerechtigkeit, Frieden,, Bewahrung der Schöpfung mit Veranstaltungshinweisen 


80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion: Deutsche Verantwortung ist Ausgangspunkt für Annäherung und Verständigung

Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden zum Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren markierte eine unermessliche Vernichtung, deren Folgen bis heute spürbar sind. Dem Vernichtungskrieg fielen rund 27 Millionen Menschen zum Opfer, diese Dimension ist in Deutschland weitestgehend unbekannt. Weiterlesen

Das Antikriegshaus öffnet am 23. Juni mit einer Ausstellung über Erfolge Ziviler Konfliktlösungen

Ausstellung Frieden geht anders - aber wie?

Anhand von konkreten Konflikten wird aufgezeigt, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten.

Eine Ausstellung des Zentrums Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck (EKKW)


NPD-Zentrum in Eschede schließen! 

Demo gegen rechtsextreme Sonnenwendfeier in Eschede am 19. Juni

Hitziger Demo-Samstag: Bericht in der Celler Presse

Bericht der Hannoverschen Landeskirche

 


Jetzt online: Der neue Newsletter des Antikriegshauses für den

 


 

Antikriegshaus plant Dokumentation

Bericht von Katja Eggers im Anzeiger für Lehrte und Sehnde am 18. Mai 2021

Mit dem geplanten Dokumentationsprojekt über die Opfer der NS-Herrschaft in Lehrte geht es nun voran. Das Antikriegshaus Sievershausen hat angeboten, die Trägerschaft und damit die Gesamtkoordination zu übernehmen. Geschäftsführer Elvin Hülser hat in der jüngsten Sitzung des Lehrter Kulturausschusses die Pläne vorgestellt.


Frieden braucht Ihr Engagement – was werden Sie dafür tun?

Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021

Friedens- und entwicklungspolitische Organisationen, darunter kirchliche Hilfswerke und ökumenische Initiativen, haben gemeinsam friedenspolitische „Wahlprüfsteine“ erarbeitet. Diese umfassen einen Katalog mit konkreten Fragen, die Menschen gestellt werden können, die sich um ein Bundestagsmandat bewerben. Zum Beitrag Friedenspolitische Wahlprüfsteine

 

Der Antikriegshaus Newsletter für den


 

Pressemitteilung der AGDF zur Beendigung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr

Angesichts des angekündigten Abzugs der NATO-Truppen aus Afghanistan hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) eine neutrale Auswertung dieses Einsatzes gefordert. „Eine Evaluation dieses langen und umfangreichen Militäreinsatzes und des von der Bundesregierung stark geförderten zivilen Engagements ist dringend nötig, um daraus für die Zukunft zu lernen“, betont AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister.

Zum Beitrag Afghanistan-Einsatz muss wissenschaftlich evaluiert werden

 


 

Bericht von der Mitgliederversammlung am 11. April 2021

Am Sonntag nach Ostern hat das Antikriegshaus im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen seine im vergangenen Jahr pandemiebedingt mehrfach verschobene Mitgliederversammlung abgehalten. Um eine erneute Verschiebung der dringend erforderlichen Haushaltsberatungen sowie der ebenfalls bereits im vergangenen Jahr geplanten turnusmäßigen Vorstandswahlen zu vermeiden, hatte sich die Vereinsführung im Vorfeld für eine online-Versammlung entschieden. Befürchtungen, das Veranstaltungsformat könnte zu einer verminderten Teilnahme oder zu einem außerordentlichen Qualitätsverlust führen, erwiesen sich als unnötig, an der dreistündigen Versammlung nahm etwa die gleiche Anzahl an Mitgliedern teil wie an den gewohnten Präsenzveranstaltungen. 

Bericht zur Mitgliederversammlung am 11.. April 2021 

 

 

OBEN

START

Eine Million für den Frieden

Pressemitteilung der Beauftragten für Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

„Die Friedensorte sind Leuchttürme für das gesellschaftliche Engagement einer Kirche, die auch tut, was sie predigt“, so Oberkirchenrat Dirk Stelter im Bericht zu den Friedensorten der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers vor der Landessynode im November 2020. Das Kirchenparlament hat erneut eine Million Euro für die Arbeit in den Begegnungsorten des Friedens bewilligt, trotz Haushaltskürzungen und Corona-bedingten Einsparungen. Am heutigen Donnerstag tagt nun erstmals der Vergabeausschuss „Friedensorte“ für die Konsolidierung und Begutachtung der Arbeit in der zweiten Phase. Er löst den Vergabeausschuss „Friedenswege“ ab, der in der ersten Phase für die Mittelvergabe zur Einrichtung der Friedensorte zuständig war. Die Synode hatte in den Vorjahren bereits 1,2 Millionen Euro bewilligt.

Landesbischof Ralf Meister unterstützt den Prozess auf dem Weg zur „Kirche des gerechten Friedens“ und sagt: „Konsequente, sichtbare und wirksame Schritte zu mehr Gerechtigkeit, zu mehr innerem und äußerem Frieden und für die Bewahrung der Schöpfung sollten unser Beitrag als Kirche zu diesen Menschheitsfragen sein. Die Friedensorte sind ein wichtiger Beitrag auf diesem Weg, in diesen bedrohlichen Zeiten bedeutsamer denn je.“

Mit der jüngsten Entscheidung der Landessynode geht die Landeskirche ihren Weg konsequent weiter, den sie im November 2016 bei der „Friedenssynode“ in Osnabrück beschlossen hatte. Frau Dr. Karin Köhler, Vorsitzende des Vergabeausschusses Friedensorte, dazu: „Die Synode wollte immer eine Friedensarbeit aufbauen, die nah bei den Menschen ist, vor Ort etwas bewegt, in der Fläche der Landeskirche sichtbar wird und qualifizierte Akzente in der Gesellschaft und den Kirchen setzt. Dies ist mit den Referentinnen und Referenten an den Friedensorten und im Haus kirchlicher Dienste so gut gelungen, dass wir zum Vorbild innerhalb der EKD wurden. Deshalb muss diese Arbeit verstetigt werden.“

Seit Mitte 2018 werden sechs Friedensorte unterstützt. 2019 ist mit dem Evangelisch-lutherischen Missionswerk (ELM) in Hermannsburg und dem Aufbau eines Friedensweges ein siebter Ort hinzugekommen. Seit 2020 wird in der Friedensstadt Osnabrück ein achter Friedensort aufgebaut.

Bis Ende April 2021 wird der Vergabeausschuss die Friedensorte begutachten. Im Anschluss entscheidet das Gremium, wie die Förderung der einzelnen Orte bis Ende 2024 ausgestaltet wird. „Die Synode hat mit ihrem mutigen Beschluss die notwendigen Voraussetzungen für eine Verstetigung geschaffen“, sagt Lisa Gellert, die neue Beauftragte für Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, die seit dem 1. Januar als Ansprechpartnerin für die Friedensarbeit der Landeskirche Hannovers zur Verfügung steht.

Der Synodenbeschluss ermöglicht weiterhin die qualifizierte Begleitung vieler interessierter Menschen, von Konfirmandinnen und Konfirmanden bis zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Sie können die kirchliche Friedensarbeit im ehemaligen Kriegsgefangenen-Lager in Sandbostel kennenlernen, durch das Anne-Frank-Haus Führungen über die Gedenkstätte Bergen-Belsen vereinbaren oder in der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld zur Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Niedersachsen und Nordwestdeutschland erfahren, wie Fluchtgeschichten damals und heute aussehen.

An der Woltersburger Mühle gibt es zahlreiche Angebote, um die theologischen und spirituellen Grundlagen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu vertiefen und so in unsere Kirche und die Gesellschaft zu wirken. Am Antikriegshaus in Sievershausen wird seit mehr als 40 Jahren zu diesen Themen in zahllosen Informationsveranstaltungen gearbeitet. Durch die finanzielle Unterstützung konnte diese Arbeit professionalisiert und eine besondere Expertise zum Thema Rechtpopulismus und in der Friedenspädagogik ausgebaut werden. In Hildesheim hat sich der Lernort „Lernen eine Welt zu sein“ zu der zentralen Stelle in dem Netzwerk „Öko, fair & mehr“ entwickelt. Von hier gehen weitreichende Impulse in die Stadt, den Landkreis und besonders in die Kirchengemeinden aus.

Mehr Informationen zu den Friedesorten der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover: www.friedensorte.de.

Rückfragen bitte an:

 

Lisa Gellert
Beauftragte für Friedensarbeit
im Haus kirchlicher Dienste der
Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Tel.: 0511 1241-560
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hannover, 14. Januar 2021

ZUM SHOA-GEDENKTAG

Heute vor  76 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz. Bis heute steht der Name Auschwitz für das Grauen und die unvorstellbaren Verbrechen von Nazideutschland.

Wir mussten wegen der Corona-Beschränkungen leider das geplante Theaterstück "Ich lebe doch noch – die wahre Geschichte der Hanna Mandel" des odos-theater absagen, mit dem wir eine Erinnerung an die dunkle Zeit der NS-Verbrechen auf die Bühne bringen wollten. Wir werden das nachholen!

Als schmalen Ersatz ein kurzer Abschnitt aus dem Buch "Beim Gehen entsteht der Weg – Gespräche über das Leben vor und nach Auschwitz", das die Grundlage für das Theaterstück darstellt. Hanna Mandel erzählt in diesem Buch im Gespräch mit dem Historiker und Theologen Norbert Reck von ihrem Leben. Die ungarische Jüdin Mandel ist 1944 von der SS verschleppt worden, überlebte jedoch anders als der Großteil ihrer Familie das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, weil sie, die 17-Jährige, als Zwangsarbeiterin ausgebeutet werden konnte. Mandel überlebte tief traumatisiert und lernte erst nach und nach, von den Geschehnissen zu berichten.

"Mir geht es um das Nachdenken über Erfahrungen, vor allem darüber, wie Hass und Vorurteile mörderisch werden können. Ich hab es doch am eigenen Leibe erlebt. Und der Hass ist immer noch da, die Gewalt ist noch da, auch heute. Deshalb interessiert es mich wenig, wie lange welches KZ existiert hat, wie viele Gefangene dort waren und all so etwas. Mich interessiert: Woher kommt die Gewalt? Was sind ihre Wurzeln? Was ist mit uns Menschen, dass wir uns gegenseitig so zerstören? Wie konnte es passieren, dass eine Partei, die den Hass als Programm hatte, an die Regierung kam? Und was können wir tun, damit der Hass weniger wird? Wir kann es sein, das Politiker auch heute mit ausländerfeindlichen Parolen Wahlkampf machen? Warum lassen wir das zu? Wovor fürchten wir uns denn? Das sind für mich die Fragen."

Das Friedenszentrum als Lernort:

Das Geschichtsfeld am Antikriegshaus

 

   

Das DankMal für gelebte Menschlichkeit

Das DankMal hat die Form eines Torbogens, der auf dem südlichen Zuweg zum Antikriegshaus durchschritten wird. Der Torbogen wurde von der Künstlerin       Margot Garutti entworfen und am 2. September 1989 eingeweiht. Das DankMal steht als Symbol für den Schutz und die Rettung Verfolgter während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Es will die Erinnerung an diejenigen Menschen wach halten, die – oft unter Einsatz oder Gefährdung ihres eigenen Lebens – Verfolgten geholfen haben: Versteck gewährt, Unterkunft geboten, eine neue Identität verschafft, zur Flucht verholfen oder Fürsprache für sie eingelegt haben. Viele Menschen, die in dieser Weise Menschlichkeit gelebt haben, sind bekannt; viele werden aber auch für immer ungenannt und unbekannt bleiben. 

 
   
   

Mauer Mahn Mal

Zur Erinnerung an die Überwindung einer unmenschlichen Grenze

Die Mauer, die 30 Jahre Deutschland und Europa teilte, war Ausdruck des kalten Krieges nach 1945. Die Teilung brachte vielen Menschen Tod und Leid. Der Dank gilt allen Menschen, die diese Grenze gewaltfrei abgebaut haben. Wir wollen dazu beitragen, dass keine neuen Mauern errichtet werden. (August 1991)

Das Mauer Mahn Mal besteht aus drei Teilen der Berliner Mauer, die 1991 auf dem Gelände zwischen St. Martinskirche und Antikriegshaus aufgestellt wurden. Die einzelnen Elemente verbinden sich jedoch nicht mehr wie ehedem zu einer geschlossenen Mauer, sondern sind zu einem durchlässigen Kreis gruppiert worden.

Diese Anordnung verweist auf die dreifache Aussage des Mauer Mahn Mals: Sie soll zum einen an das Leid und die Opfer dieser unmenschlichen Grenze erinnern, die mitten durch eine Stadt, ein Land verlief und zum Symbol der Teilung der Welt in Ost und West in den Jahrzehnten des Kalten Krieges wurde. Und die Familien und Freunde trennte, sie einander entfremdete und in der Logik des Kalten Krieges gar zu Feinden machte.

 

 
     

 Das Deserteuerdenkmal

Das zentrale Bauelement des Denkmals ist eine Mauer, die genau auf der Grenze zwischen dem ehemaligen Friedhof und dem früheren Pfarrgarten steht. Die Mauer zeigt dem Betrachter zwei gegensätzlich gestaltete Seiten. Die Seite zum ehemaligen Friedhof hin besteht aus einer grauen Betonwand. In die Wand ist ein Paar eiserner Fesseln eingelassen. Der Vorplatz ist gleichfalls betoniert. Die Mauerseite zum Pfarrgarten hin ist dagegen aus rotbraunen Ziegelsteinen errichtet. An einer Stelle ist die Mauer durchbrochen. Der Durchbruch zeigt die Umrisse eines Menschen.

Die Vorderseite des Denkmals erinnert an einen Exekutionsplatz. Sie symbolisiert Kälte, Härte, Gewalt, Zwang und gewaltsames Töten. Die Rückseite versucht, Leben und Wärme auszudrücken. Der Durchbruch von der einen zur anderen Seite ist eng – mühe- und gefahrvoll, nur mit hohem persönlichen Einsatz zu leisten:

„Für das Leben, gegen den Krieg.“

Das Denkmal ist ein Hinweis auf Menschen, die bis in die Gegenwart hinein die Teilnahme an jeder Form des Kriegsgeschehens verweigern und dafür Schmähung, Verfolgung, selbst Tod zu erdulden bereit sind.

Auf der Lebensseite des Deserteur-Denkmals hat der Verein vor einigen Jahren einen Kirschbaum gepflanzt. Dieser Baum belebt nicht nur den alten Pfarrgarten, sondern erinnert zugleich auch an einen der prominentesten Deserteure des 2. Weltkriegs: an Alfred Andersch (1914-1980), der 1944 an der Italienfront desertierte und darüber in seinem Buch: Die Kirschen der Freiheit (1952) autobiographisch berichtet hat.

   
 

 Da UmDenkmal auf dem Schlachtfeld

Anlässlich des Gedenkens zum 450. Jahrestag der Schlacht von Sievershausen im Juli 2003 errichteten das Antikriegshaus und die Kirchengemeinde auf dem ehemaligen Schlachtfeld das UmDenkmal. Ein symbolisches Grab für die mehr als 4.000 Toten des 9. Juli 1553, errichtet aus Feldsteinen, die Kinder aus der Gemeinde auf dem Schlachtfeld eingesammelt haben, und die Skulptur "Hellebarden zu Rosenstöcken" des Sievershäuser Kunstschmiedes Falk Laxander stehen für das Umdenken, für die Umkehr vom Weg des Krieges.